Garten im Oktober

Oktober (na ja, noch fast), jetzt bringt vor allem das Laub  noch ein bisschen Farbe in unseren Garten. Die Blätter des Blutweiderichs am Teich sind fast so rot wie die Hagebutten und die Streifen des Leuchtturms Roter Sand. Auch die lila Herbstastern halten sich noch prächtig, trotz des Regens der letzten Tagen, nicht nur am Teich …

… sondern auch im Rosenbeet.

 

Verblüht sind dagegen die Topinambur unter der Eberesche – sie sind so hoch gewachsen, dass sie den Specht fast am Bauch kitzeln. Er lässt es sich gefallen.

Im Kräuterbeet neben der Terrasse halten noch zwei  Ringelblumen – eine gelbe und eine orange – zwischen Minze und Zitronenmelisse die Stellung. Die Hochbeete sind abgeerntet, Feldsalat und Spinat haben sehr gut geschmeckt. Der Feldsalat hat immerhin als Beilage für zwei Mahlzeiten gereicht. Die gut gefüllte Schüssel mit Spinat ist dagegen im Topf zu einem winzigen Klecks zusammengeschmolzen, und wir hätten gehungert , hätten wir die Mahlzeit nicht mit Spinat aus der Tiefkühltruhe verlängert. Ich werde mein Glück versuchen und noch einmal Spinat und Feldsalat aussäen. Ich weiß, dass es eigentlich zu spät ist, aber es soll ja in den nächsten Tagen warm bleiben.

Trotzdem müssen die Zimmerpflanzen  aus der Sommerfrische zurück in ihr Winterquartier, den Wintergarten. Warum soll es ihnen besser gehen als uns? Wir dürfen ja auch nicht verreisen. Und geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid.

Mein Lesezwerg wird draußen überwintern, wie in jedem Jahr. Er will seinen Platz nicht verlassen, obwohl er inzwischen bis auf die rote Mütze  nackt ist. Er sei ein Gartenzwerg, kein Wintergartenzwerg, sagt er in den stummen Dialogen, die ich mit ihm führe. Aber vielleicht spendiere ich ihm ein purpurrotes Mäntlein oder einen Umhang, damit er nicht so friert.

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